Chinareise 1
Hong Kong vom 13. April bis 20. April 2009
Ausnahmsweise sind wir mal nicht nach Japan geflogen, sondern eine Woche nach Hong Kong.
Die Reise war über ein Reisebüro gebucht. Wir sind mit Lufthansa von Bremen aus nach München, und von dort aus nach Hong Kong geflogen.
Zurück ging es über Frankfurt nach Bremen.
Montag, 13. April 2009
An dem Tag habe ich eine Folge der dritten "Dr. House"-Staffel geguckt. Die Folge hieß "Horrorflug".
Die Reise nach Hong Kong ging um ca. 16:50 Uhr in Bremen los.
Wir sind mit Lufthansa geflogen und hatten einen ca. drei Stunden langen Zwischenstopp im Flughafen München. Dort haben wir uns in der Zeit mit einem Freund getroffen.
Die genauen Flugdetails mit der Lufthansa erspare ich mir mal ;)
Die Maschine nach Hong Kong hatte jedenfalls eingebaute kleine Mini-Fernseher zum besseren Entertainment der Fluggäste. Während des Flugs habe ich "Bolt" geguckt und musste feststellen, dass mir der Film gefallen hat.
Dienstag, 14. April 2009
Wir sind am Dienstag, 14. April 2009 um ca. 14 Uhr am Flughafen in Hong Kong angekommen und mussten erst einmal unsere Uhren um sechs Stunden zurückstellen.
Mit einem Shuttleservice in der großen Flughafenhalle sind wir problemlos zu unserem Vier-Sterne-Hotel "Panda-Hotel" gefahren, das im Westen von Hong Kong liegt.
(Das Panda-Hotel liegt mit der "Tsuen Wan"-Linie" in der Nähe der Station "Tai Wo Hau".)
Wie auch in Japan wird in Hotels und Geschäften großen Wert auf (übertriebene) Klimatisierung gelegt.
Die Lobby des Hotels lag im dritten Stockwerk eines Shopping-Mall-Komplexes.
Ein Page hat unsere Koffer in unser Hotelzimmer ins 25ste Stockwerk gebracht.
Das Zimmer sah etwas altbacken aus und war vor zehn Jahren sicher einmal nobel, aber ich fand es war in Ordnung.
Wir haben uns erst einmal ausgeruht und sind abends noch einmal los, um uns eine so genannte "Octopus-Card" zu holen. Die funktioniert wie eine Prepaid-Karte für's Bahnfahren und bei verschiedenen Läden. Ähnlich wie die japanische "Suica-Card" ... nur für Hong Kong.
Mittwoch, 15. April 2009
Morgens sind wir mit einem Shuttlebus nach Kowloon gefahren und haben - weil wir noch soviel Zeit hatten - einen kleinen Spaziergang Star gemacht.
Ab ca. 9:30 Uhr haben wir an einer Stadtrundfahrt teilgenommen und sind mit einem kleinen Bus in verschiedene Bereiche Hong Kongs gefahren.

Wir waren unterwegs mit einigen älteren deutschen Pärchen, die aus Hamburg und München kamen. Unsere Reiseführerin konnte Deutsch und hat uns einiges über die Stadt erzählt.
Pferderennen sind verstaatlicht. Und es ist eigentlich unmöglich für jemand Neuen, in den Golfclub zu kommen, weil die reichen alten Mitglieder ihre Kinder als neue Mitglieder einschleusen. Jackie Chan hat in der Nähe der Repulse Bay ein Haus.
Auf Macau gibt es dutzende Casinos.
Im Rahmen der Stadtrundfahrt waren wir auf dem Victoria Peak (Aussichtsplattform), an der Repulse Bay (Strand), in einem dubiosen Schmuckhersteller-Laden (der eigentlich nicht wirklich was mit einer Stadtbesichtigung zu tun und überhaupt nicht ins Programm gepasst hatte), in Aberdeen und haben eine kleine Bootstour unternommen, und haben vom Wasser aus die Hausboote gesehen. Weitere Teile der riesigen Stadt haben wir während der Busfahrt gesehen.
Um 14 Uhr war die Stadtrundfahrt vorbei.
Allein sind wir danach zu Fuß zum Flower-Market (eine Straße mit vielen Blumen- und Pflanzenläden) und zum Bird-Market gegangen und haben uns die tausend Ziervögel und Papageien angesehen, die zum Verkauf angepriesen wurden. Niedlich!

Jede Menge verschiedene Zier- und Singvögel, Beos, Nymphensittiche, Wellensittiche, Papageien und sogar einen Tukan haben wir gesehen. Der Geruch in der schmalen Straße war animalisch und leider wurden die Vögel - wie immer - auf engstem Raum gehalten.
Hinterher haben wir einen Abstecher zum Jade-Market gemacht, einer Art überdachtem Basar bei dem Edelstein-Schmuck verkauft wird.
In einem der dort nahegelegenen Küchengeräte-Geschäfte habe ich mir eine Fisch-Kuchenform gekauft und hatte daraufhin große Lust, einen Kuchen in dieser Form zu backen ;)
Abends wollten wir chinesisch Essen und haben uns für ein Peking-Enten-Restaurant entschieden, das um 17:30 Uhr geöffnet hatte.
Wir waren die ersten Gäste und wurden von ca. zehn fein angezogenen Kellnern und Kellnerinnen bedient. Es gab - umsonst dazu - unlimited Jasmin-Tee der uns ständig in unsere Tassen nachgeschüttet wurde.
Das Restaurant bot einen prächtigen Anblick auf das Panorama Hong Kongs. Wenig später kamen immer mehr Gäste in das Restaurant.
Um 20 Uhr haben wir uns das tägliche "Lichterspektakel" (Symphony of Lights) der Wolkenkratzer Hong Kongs angeschaut. Leider war es bewölkt und die Spitzen der Hochhäuser waren verdeckt von Wolken.
Hinterher sind wir zum Hotel zurückgekehrt.
Donnerstag, 16. April 2009 - Macau
Um auf den - wie es mein Freund sagen würde - "Spuren von John Rain" (einem Auftrags-Killer aus den Romanen von Barry Eisler) zu wandeln, sind wir an diesem Morgen früh aufgebrochen und sind mit der roten "Turbo Jet"-Fähre nach Macau gefahren.

Macau liegt westlich von Hong Kong und ist mit der schnellen Fähre in etwa einer Stunde zu erreichen. Wir mussten bei diesem Tagesausflug unseren Reisepass mitnehmen.
Am Fähren-Terminal von Macau mussten wir erst einmal Macau-Dollar umtauschen und sind mit dem Bus in die Innenstadt gefahren, um dort mit unserer Tour zu beginnen.
Wir haben in der Hitze des Tages viele Kirchen und Ruinen besichtigt.
Und ein sehr dominantes, goldenes, majestätisches, riesiges Casinogebäude (welches mich an das Spiel "Dark Project II" und die Mechanisten-Kathedrale "Angelwatch" erinnert hat) ragte hoch aus dem Stadtpanorama heraus.
Nachmittags sind wir mit einer anderen Fähre zurück nach Hong Kong gefahren und haben abends in einem japanischen Restaurant gegessen. Hinterher haben wir dem Night Market einen Besuch abgestattet und sind zurück zum Hotel gefahren.
Freitag, 17. April 2009
An diesem Tag waren wir auf Lantau-Island. Der Insel südwestlich von Hong Kong. Dort befindet sich auch der Flughafen und das Disneyland Resort.
Mit der Seilbahn sind wir ca. 30 Minuten über die Bucht, hohe Berge und tiefe bewaldete Täler gefahren. Von weitem konnten wir bereits den großen Buddha Tian Tan sehen.

Zu Fuß sind wir zum Buddha gegangen. Anfangs dachten wir, er sei sehr weit von der Seilbahn-Station entfernt, doch im Grunde hat es keine 15 Minuten gedauert.
Der Himmel war bedeckt und es sah so aus, als würde es jeden Moment zu regnen beginnen, doch wir hatten Glück mit dem Wetter.
Nachdem wir einige Zeit bei dem Buddha verbracht hatten, sind wir den Wisdom Path entlang gegangen und fanden uns wenig später bei vielen hölzernen Obelisken wieder, die in Form einer Moebius-Schleife (8) platziert waren.
Jetzt muss ich selber nochmal nachschauen: Heart Sutra

Auch dort haben wir die Ruhe genossen und sind später zur Po Lin Monastery zurückgegangen (nachdem wir uns fast in der Wildnis verlaufen hätten, weil wir eine Abkürzung zur Monastery geglaubt hatten), bevor wir uns mit der Seilbahn wieder bergab begeben haben.
Abends war das Wetter besser und wir konnten uns das "Lichterspektakel" in Hong Kong noch einmal ansehen.
Samstag, 18. April 2009
Auf den Spuren von John Rain! (Mal wieder.)
Im "Marco Polo"-Reiseführer und einem anderen englischsprachigen Reiseführer haben wir uns über verschiedene Routen durch Hong Kong informiert.
Anfangs haben wir - auf Wunsch meines Freundes - eine Shopping Mall besucht, in der der Roman-Antiheld und Auftragskiller John Rain auf einen seiner Leute gewartet hatte. Diese Szene konnten wir halbwegs nachvollziehen und in Szene setzen ;)
Danach sind wir mit der Fähre nach Hong Kong City Island gefahren. Dort sind wir durch die Straßen geschlendert und ich habe mir nebenbei einen chinesischen Stempel mit meinem Namen (in drei Kanji) machen lassen.
In den Straßen gab es Antiquitäten, Schwalbennester, Haifischflossen und jede Menge andere Dinge.
Abends haben wir uns noch einmal die Geschäfte in der Shopping Mall (Panda Plaza) unter unserem Hotel angeschaut und haben an der Hotelrezeption einen ganzen Batzen Ansichtskarten abgegeben.
Sonntag, 19. April 2009
An diesem Tag war es wieder sehr schwül. Wir sind ein wenig in Hong Kong spazieren gegangen und mussten steile Aufgänge bewältigen in der Hitze.

In Hong Kong befindet sich ein kleiner (kostenloser) Zoo den wir besucht haben.
Hat mich eher an einen Park erinnert, in dem einige wenige Tiere zu sehen waren.
Außerdem sind wir mit der Tram noch einmal zum Victoria Peak gefahren (diesmal aber ohne Stadtrundfahrt und unendlich viel Zeit dafür). Leider war es superneblig und wir konnten die Aussicht vom Victoria Peak nicht genießen, weil es nichts zu sehen gab. Sehr schade! :(
Ich bin außerdem ein wenig träge geworden, da dies unser letzter Tag in Hong Kong war. Unsere Sightseeing-Pläne wurden nebenbei auch wegen einer Maßschneider-Anzug-Angelegenheit meines Freundes durcheinander gebracht.
Wäre es nicht so regnerisch/neblig gewesen, wären wir vom Victoria Peak einen Wanderweg hinunter gelaufen, doch daraus wurde leider nichts.
Gegen Abend waren wir noch einmal auf dem Night Market und haben in einem kleinen indischen Restaurant (Jordan's Curry) zu Abend gegessen.
Bevor wir zurück zum Hotel gefahren sind, haben wir zum Schluss unsere Octopus-Cards in einem nahegelegenen 7-Eleven überzogen. (Erklärungsdetails spare ich mir hierbei.)
Im Gegensatz zu unseren Japan-Urlauben, waren diesmal unsere Koffer schnell gepackt, da wir nicht so viele Sachen gekauft haben.
Montag, 20. April 2009
Mit einem Shuttlebus sind wir morgens zum Flughafen gefahren und haben problemlos unsere Koffer eingecheckt.
Der Lufthansa-Flug nach Deutschland zurück war jedoch grauenhaft. Mein Freund saß wenigstens am Gang, doch ich saß zwischen ihm und einem breiten Mann, der mit seinem Oberkörper (weil er so breit war) meist in meinem "Territorium" war.
Außerdem hatte die Maschine kein Bordentertainment. Es waren zwar kleine Fernseher an der Decke montiert, aber der Fernseher auf unserer Seite hatte einen Blaustich. Ich konnte aus Platzmangel meine Beine nicht überschlagen, weil neben mir der bullige Mann saß (hätte seine etwas schlankere Ehefrau neben mir gesessen, wäre der Flug nur halb so schlimm gewesen). Es war so unbequem.
Und als Filme liefen "Bolt", "Tintenherz" und "Beverly Hills Chihuahua" ... die ersten beiden kannte ich und der dritte Film hatte mich nicht interessiert. Statt dessen habe ich auf meinem NDS "Sword of Mana" weitergespielt. Zeichnen konnte ich nicht, weil ich sonst mit meinem rechten Ellbogen an den bulligen Typen rechts neben mir gestoßen wäre. Zugegeben, er war Deutscher. Ich hätte mit ihm über "Sitzplatzterritorien" diskutieren können, aber ich hab's nicht getan.
Und während des Fluges hat auch ein Russe aus der Reihe vor uns auf dem Klo geraucht. Denn als er zurück kam, hat es suspekterweise für kurze Zeit nach Zigarettenrauch gestunken. Das hat er wohl wenig später noch einmal gemacht und wurde dann von der Stewardess zurechtgewiesen und von einem anderen Steward ebenfalls. (Ich glaube sogar, der hat ihm dann seine Zigarettenschachtel und sein Feuerzeug abgenommen.)
Meinem Freund ist es nicht aufgefallen. Er meinte hinterher - nachdem ich es ihm erzählt hatte - dass wir eine Zwischenlandung hätten machen und den Raucher rausschmeißen sollen. Natürlich alles auf Kosten des Rauchers.
Raucher werden zwar jetzt sagen, dass wir Nichtraucher uns nicht so anstellen sollen wegen dieses Bisschen Rauchens. Aber es ist doch armselig, wenn sich die Raucher nicht ein bissl zusammenreißen können. Desweiteren hätte schlimmstenfalls das Flugzeug in Brand gesteckt werden können.
Und was einem immer wieder nach der Landung auffällt, ist die Ungeduld einiger Passagiere. Obwohl das Anschnallzeichen noch leuchtet und das Flugzeug noch rollt (wenn auch nicht schnell), hört man bereits das klickende Abschnallgeräusch und auch leise SMS-Empfangsgeräusche. Teilweise stehen die Leute bereits auf und wollen an die Gepäckklappe, um möglichst schnell aus dem Flieger zu kommen.
DAS finde ich ebenso armselig.
Egal, wir sind in Frankfurt angekommen und hatten noch einige Stunden Aufenthalt dort, bevor es mit einem späten Flieger weiter nach Bremen ging.
Derweilen hatte ich "Sword of Mana" fast durchgespielt.
Um 23 Uhr waren wir schließlich zu Hause angekommen. Die Koffer haben wir jedoch erst am nächsten Tag ausgepackt. Auch die eMails, die wir seit über einer Woche nicht mehr checken konnten, haben wir erst am nächsten Morgen abgerufen.
Fazit:
Hong Kong war sehr sehenswert, auch wenn es mir dort zu heiß und schwül war (und das im April) und wir am letzten Tag Pech mit dem Wetter (Nebel) hatten. Ich fand es ein bissl zu laut und teilweise etwas stickig. Lantau-Island und Macau hingegen waren schöne abwechslungsreiche Tagesausflüge. Nach jedem Tag haben uns die Füße wehgetan, weil wir so viel umhergewandert sind.
Ich habe in meinem Bericht jetzt wenig von Tempeln und Schreinen erzählt. Wir haben im Grunde viel mehr Tempel besichtigt (die allesamt keinen Eintritt gekostet haben) doch leider entfallen mir die Namen der Tempel so schnell ... und ... irgendwie sahen alle ähnlich aus ;)
Nebenbei möchte ich auch erwähnen, dass ich es gut fand, dass die öffentlichen Toiletten in Hong Kong und auf Lantau Island alle kostenlos und sogar relativ sauber waren.
Ich bin eher ein Japantyp und müsste vorerst nicht noch einmal nach Hong Kong.
Ach ja: Ich hatte das Gefühl, dass die Chinesen viel besser Englisch sprechen können als Japaner. Auch Ausschilderungs- und Menükartentechnisch steht vieles zusätzlich auch auf Englisch. Das macht es viel einfacher.











