Japanreise 3
Tokyo Tomte Tour
vom 2. bis 15. Oktober 2005
Bei dieser Tour sind wir nicht mit JAL, sondern mit British Airways (über London - 7 Stunden Aufenthalt dort) geflogen, weil dies kostengünstiger war. Hierfür sind wir am 2. Oktober um 4 Uhr morgens von Bremen zum Hamburger Flughafen losgefahren. Von dort ging es per Flug nach London. Irgendwann abends ging es weiter nach Japan.
Mit dabei waren:
Jan, Hans, Sabine, Christian (ab Sendai, und dann auch nur gelegentlich)
Da unser erster Aufenthalt in Sapporo sein sollte, sind wir, nachdem wir in Narita angekommen waren, mit diversen Zügen (unter anderem auch ein Nachtzug), die Strecke bis nach Sapporo gefahren. Vorher hatten wir unser Hauptgepäck - für den zweiten Teil des Japanaufenthaltes - im Hotel in Shinagawa abgegeben.
In Sapporo sind wir am 4. Oktober um ca. 7 Uhr angekommen, wo wir uns um 9 Uhr mit japanischen Bekannten trafen, die uns zu einer Stadtrundfahrt (mit dem Bus) eingeladen hatten.

Die Rundfahrt hat ca. 4 Stunden gedauert und uns viele wichtige Sehenswürdigkeiten von Sapporo gezeigt. Die Gaido-san hat zwar auf japanisch gesprochen, doch unser Bekannter - ein pensionierter Deutschprofessor - hat uns das Wichtigste übersetzen können. Sehr anschaulich waren die Skischanze, der Uhrenturm (Clock Tower) und der Hügel Hitsuji-ga-oka auf dem die "Boys be Ambitious"-Statue steht.


Nachmittags haben wir die Dachsgasse besucht, eine Fussgängerpassage mit vielen Geschäften.
Abends waren Hans, Jan und ich noch in einem kleinen Lokal, wo wir auf "Tom" trafen. Ein Japaner, der die alte deutsche Nationalhymne kannte und sie uns aufsagen wollte. Toms Freundin (die wenig später in dem Lokal eintraf) war die Angelegenheit sichtlich unangenehm. Bei einem eMail-Adressen Austausch ist es dann auch geblieben.

Am 5. Oktober 2005 sind wir für einen Tagesausflug mit dem Zug nach Shiraoi und Noboribetsu gefahren. In Noboribetsu haben wir den Bear-Park (Kuma-Yama - Bären-Berg) besucht und die vielen (!) Bären mit Karottenstückchen und ähnlichem gefüttert. Ein erloschener Vulkan, in der Nähe des Parkes hat, der mittlerweile mit Wasser gefüllt ist mich an einen James Bond-Film erinnert ("Man lebt nur zweimal").

Abends - zurück in Sapporo - sind wir im Odori Park (wo im Winter das Snow Festival stattfindet) spazieren gegangen und haben uns den TV-Tower angesehen, von dem wir eine herrliche Aussicht auf die Stadt hatten.

Am nächsten Morgen sind wir ein wenig durch Sapporo geschlendert und zur Sapporo Factory (ehemalige Sapporo-Bierbrauerei), einem riesigen Einkaufszentrum, gegangen. Später wurden wir von unseren japanischen Bekannten abgeholt und sind mit ihnen nach Otaru gefahren. Dort gab es ein Spieluhrengeschäft, in dem wir unsere individuellen Spieluhren gestalten konnten. Leider war es schon spät, sodass wir uns mit dem Gestalten sehr beeilen mussten. Während Jan eine Spieluhr mit "Kiki's Delivery Service"-Melodie gebastelt hat, haben Hans und ich beide dieselbe "Tonari no Totoro"-Musik genommen.
Die Spieluhren bzw. die aufgeklebten Verzierungen mussten noch "trocknen" und sollten uns von unseren Bekannten geschickt werden.
Nachdem wir vom Personal freundlich hinausdirigiert wurden (Ladenschluss), luden uns unsere Bekannten noch zu einer Rikscha-Fahrt in Otaru ein. Leider hatten wir unsere Jacken nicht dabei, da wir nicht mit einer Nachtfahrt unter Sternen gerechnet hatten. Die Fahrt war sehr interessant und unsere "Fahrer" sehr gesprächig und unterhaltsam.

Den Tag darauf besuchten wir das Bier-Museum, in dem die Geschichte des Sapporo-Biers ausgestellt wurde. Auch statteten wir der Universität Sapporos einen Besuch ab.
Bald auch, mussten wir von Hokkaido Abschied nehmen und unsere Reise nach Sendai (und später Tokyo) antreten.

In Sendai trafen wir überraschend auf Christian, den wir von der Animetour im Dezember/Januar noch kannten. Er hatte zwar mal mit Jan Kontakt per eMail gehabt, sich jedoch vor der Reise nicht nochmal gemeldet, sodass wir nicht mit ihm gerechnet hatten. Doch nun stand er plötzlich in der klimatisierten Hotellobby mit einem "Huhu." auf den Lippen. Nach anfänglicher Überraschung sind wir daraufhin zu viert nach Matsushima gefahren und haben dort eine windige Bootsfahrt inklusive Möwenfütterung genossen. Das Wetter an dem Tag war relativ schwül, doch während der Bootsfahrt wurde der Himmel trüber.

Über eine lange, rote Brücke sind wir auf eine kleine Insel gelangt. Dort haben wir uns an einem "Point of Nice View" in einem (bereits mit Unterschriften versehenen) Holzpfeiler verewigt.
Nachmittags - zurück in Sendai - sind wir ein wenig durch die Stadt geschlendert und haben uns eine Schloss-Ruine angesehen, die auf einer Anhöhe lag.

Am 9. Oktober ging die Reise weiter nach Tokyo. Dort besuchten wir einmal mehr das Rathaus in Shinjuku. Danach statteten wir dem Square Enix-Shop einen Besuch ab. Leider gab es dort überwiegend nur Dragonquest-Blobs in allen Farben und Formen. Ich hätte mir mehr Merchandising für "Final Fantasy" (ausser teure Halsketten und T-Shirts), "Kingdom Hearts" oder ähnliches gewünscht.
Auch in Akihabara waren wir an dem Tag.
Abends trafen wir uns mit Miho und anderen Bekannten aus Deutschland (die bereits bei den vorherigen Animetouren dabeigewesen waren) im Izakaya. Hinterher gab es noch ein kleines Karaoke-Event.

Mit Miho als Führerin sind wir (und unsere Bekannten aus Deutschland) am nächsten Tag nach Yokohama gefahren. Das Wetter war regnerisch und die Sicht trübe. Ein Turm in Yokohama, dessen Namen ich leider nicht weiss, hatte uns an den Orthanc aus "Der Herr der Ringe" erinnert. Dieser verschwand mit seiner Turmspitze in den tiefhängenden Wolken.
Wie wir ausserdem feststellten: Auch in Yokohama gibt es ein Oktoberfest.
Und ein Riesenrad sowie eine Achterbahn ebenfalls. In einer nahegelegenen Spielhalle lieferten sich Jan und ein Kumpel ein "Taiko no Tatsujin"-Duell.
Am 11. Oktober 2005 hiess es für Jan, Hans und mich: Shoppen am Nakano Broadway und später wieder einmal in Akihabara. Zu spät bemerkte Hans, dass er eine seiner vielen (!) Otaku-Einkaufstüten irgendwo hatte stehen lassen. Es schien aussichtslos zu sein, diese Tüte (mit einem Wert von ca. 10000 Yen) im grossen Tokyo wiederzufinden ...

Den ganzen nächsten Tag in Kamakura hatte Hans gegrübelt, wo diese Tüte hätte sein können. Jan frötzelte bereits mit dem TVV - dem "Tüten Verlust Verhältnis". Aber dazu später mehr ...
In Kamakura besuchten wir verschiedene Schreine. Unter anderem einen, in den geschiedene Frauen viele Jahre verbrachten. In dem Schreingarten gab es jede Menge Spinnen ... in Bäumen, in Büschen ... eklig.
Unsere Bekannten aus Deutschland waren diesmal auch wieder mit dabei.
Wir besichtigten ebenfalls den grossen Buddha (Dai-Butsu) sowie eine kleine Tempelanlage eines weiblichen Buddhas.

Hans hatte tatsächlich seine verlorengeglaubte K-Books-Tüte wiedergefunden. Er hatte gefolgert, dass er sie in einem der "My Way"-Geschäfte in Akihabara hatte stehen lassen. Nachdem er den Verkäufer noch einmal gefragt, und den Inhalt der Tüte beschrieben hatte (Otaku-Zeugs) bekam er sie tatsächlich wieder.
Wir verbrachten den Tag in Ikebukuro und trafen uns abends mit Miho und Christian zum Shabu-Shabu.
Am 14. Oktober 2005 fuhren wir zum Tokyo Dome und haben den Abend damit verbracht, unsere Koffer zu packen und uns hinterher mit Miho in einem Izakaya in Shimbashi zu treffen.

Die Rückreise verlief ohne Probleme. Christian ist noch mit uns nach Narita gefahren, hat jedoch einen anderen Flug genommen, da er noch Verwandte besuchen wollte.
Es war eine sehr schöne Reise. Doch die lange Zugfahrt nach Sapporo war etwas anstrengend, sodass wir auf unserer Februar 2007-Reise doch lieber auf einen Anschlussflug zurückgegriffen haben.