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Japanreise 4
Shinken Summer Survival Tour vom 14. Juli bis 30. Juli 2006

Auf dieser Tour haben wir dank unseres Zwei-Wochen-JR-Pass sehr viel besichtigen können. Auch wenn das Wetter nicht immer mitgespielt hat, konnten wir viele Fotos machen.

Diesmal mit dabei: Jan, Hans, Sabine, Evi (Hansens Schwester)

Fluggesellschaft dieser Reise war KLM. Unser Treffpunkt war der Flughafen in Amsterdam, von wo es nach Osaka weiterging.

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Osaka

Der erste Schock während des Aussteigens aus dem Flugzeug in Osaka (Itami) war die unerträgliche Hitze, die uns entgegengeschlagen ist und den Gang wie ein Ofenrohr vorkommen liess. Auch die hohe Luftfeuchtigkeit machte es uns während des Koffer-zum-Hotel-Schleppens nicht einfacher. Sofort bereuten einige von uns es, überhaupt dünne Jacken oder lange Hosen mitgenommen zu haben.

Die zahlreich gesäten Getränke-Automaten in Japan wurden während dieser Reise unsere besten Freunde.

Osaka Castle

Am Ankunftstag haben wir Osaka-Castle besucht, und uns einen ersten Eindruck von der Stadt gemacht.

Osaka bei Nacht

Früh am nächsten Morgen sind wir ins Osaka Aquarium gefahren, um dort einen Blick auf den grössten Walhai erhaschen zu können. In der Nähe gab es auch ein Einkaufszentrum und (in Japan nicht unüblich) ein klimatisiertes Riesenrad. Von dort oben konnte man auf die lange Warteschlange vor dem Aquarium blicken, die sich inzwischen dort gebildet hatte. Ein kurzer Besuch am Hitachi-Tower und der Ausklang des Abends im Floating Garden Observatory (mit einem herrlichen Blick auf Osaka) rundeten den zweiten Tag ab.

Aquarium

17. Juli 2006 - Gion Festival in Kyoto

Es hat wie aus Eimern geregnet ... den ganzen Morgen ... das ganze Fest über ... spät am Nachmittag wurde es ein wenig besser. Unsere Schuhe waren noch am nächsten Tag durchnässt und haben glucksende Geräusche von sich gegeben. Mit solchen Wetterextremen hatten wir nicht gerechnet.

Gion Festival

Das Gion-Festival in Kyoto zieht sich durch die ganze Stadt und dauert mehrere Stunden. Die Strassen werden abgesperrt und der Verkehr in Kyoto sozusagen lahmgelegt. Ampeln, die über der Strasse hängen, werden wortwörtlich eingeklappt, um den vielen, grossen Festwagen Platz zu machen.

Nachdem das Fest an uns vorbeigezogen war, besuchten wir den gut besuchten Kinkaku-ji (Goldtempel), Ginkaku-ji (Silbertempel) und den Kiyomizu-dera. In einer überdachten Fussgängerzone haben wir abends im "Mister Okonomiyaki" Okonomiyaki gegessen und sind später zurück nach Osaka gefahren.

Nara

Den nächsten Tag ging es nach Nara, der Stadt der Rehe. Am Bahnhof haben wir an der Tourist-Information eine übersichtliche Karte und eine Wegbeschreibung zu den Sehenswürdigkeiten Naras bekommen, die wir grösstenteils eingehalten haben. (Eine sehr freundliche Japanerin hat uns den Weg auf englisch beschrieben.)
Wir hatten Glück mit dem Wetter. Es war zwar bewölkt, doch hatte es erst kurz gegen Ende unseres Nara-Aufenthaltes angefangen zu regnen.
Nara kann kurz zusammengefasst werden:

Fussgängerzone, Schildkrötenteich, müde Rehe, 200Yen-Rehfutter, Rehe, hungrige Rehe, Tempel mit Riesenbuddha, Rehe, gefrässige Rehe, Nice-View-Aussichtsplattform, freche Rehe, Laternenpfad.

Es sollte jeder einmal dort gewesen sein :)

Himeji

Ein weiterer Tagesausflug ging nach Himeji. Dort haben wir das Schloss und den Garten besichtigt und dort dieselbe (!) deutsche Reisegruppe getroffen, wie zuvor in Nara am Buddha-Tempel.
Weiter ging es zur Akashi Kaikyo Bridge und danach nach Kobe wo wir den roten Kobe-Tower besucht haben und hinterher in ein grosses Einkaufszentrum gegangen sind.

Weiße Schlangen

In Iwakuni und auf Miyajima waren wir den Tag danach. Den ganzen Tag hat es geregnet. In Iwakuni haben wir uns die weissen Schlangen angesehen, nachdem wir über die berühmte Brücke gegangen sind und auf dem Weg nach Iwakuni-Castle waren. Die Sicht von Iwakuni-Castle auf die Brücke und die Stadt war nebelverhangen, doch ab und an konnten wir einen Blick auf die hügelige Brücke erhaschen, die uns von dort aus, sehr klein vorkam.

Iwakuni

Weiter ging es nach Miyajima. Auch auf dieser Insel gab es wieder Rehe. Jedoch nicht so zahlreich und frech wie in Nara. Dennoch ebenfalls verfressen. Man muss auf seinen Papierkram aufpassen, sonst ist dieser *schwupps* im Maul eines gefrässigen Rehs.
Abends habenwir einen kurzen Essens-Zwischenstop in Hiroshima eingelegt.

Toori

Der nächste Tagesausflug führte uns nach Amanohashidate. Beinahe hätten Evi und ich den Zug verpasst, da wir das richtige Gleis nicht gefunden hatten. Doch in letzter Sekunde sind wir noch in den Zug hineingesprungen.

Amanohashidate

Abends haben wir Osaka-Castle noch einmal einen Besuch abgestattet, da unsere fotokompetente Evi noch einige Nachtbilder machen wollte. (Nachtfotos von Hans, Jan und mir werden meistens schlecht und verwackelt.)

Hiroshima

Mit dem Zug sind wir am nächsten Tag nach Mojiko auf Kyushu gefahren und haben uns die Honshu und Kyushu-verbindende Brücke (über die auch eine Conan-Folge handelt) angesehen. Die Sonne hat uns an dem Tag einen ziemlichen Sonnenbrand verpasst, da wir nicht damit gerechnet hatten, dass sie nochmal kommen würde. Hinterher waren wir noch in Hiroshima, haben uns dort den Bomb Dome angesehen und sind die Strasse zum Gedenkmuseum entlanggeschlendert.

Tokyo

Am 23. Juli 2006 haben wir Osaka verlassen und sind nach Tokyo gefahren.

Unsere japanische Freundin Miho hatte uns eingeladen, mit zum Hanabi (Feuerwerk) zu gehen, welches zu der Zeit häufig stattfindet und ein farbenprächtiges Event für Jung und Alt ist.

Hanabi

Und die Züge zu dem Hanabi-Event-Ort waren gerammelt voll. Mit viel Glück konnten wir Miho und einige andere Bekannte in dem Besuchergetümmel finden. Der Besucherplatz (von wo aus man am besten das Feuerwerk anschauen konnte) liess den Gedanken an die vollen Züge verblassen. Mit viel Schwierigkeiten konnte Miho für unsere Gaijin-Truppe noch Plätze auf einer Plane organisieren.

Das Hanabi-Event kann man nicht mit deutschen Kirmes-Feuerwerken vergleichen. Es dauert viel länger und die Feuerwerkskörper sind um einiges spektakulärer und aufwändiger.

Nach dem ganzen Spektakel wollten natürlich alle dort versammelten Japaner wieder mit dem Zug nach Hause fahren. Und das konnte dauern. Nachdem wir uns in ein Izakaya abgesetzt und einige Zeit gewartet hatten, konnten auch wir in unser Hotel zurückkehren.

Rathaus

Am nächsten Tag waren wir im Shinjuku-Rathaus, am Nakano Broadway und in Akihabara. Mit zwei deutschen Bekannten, die in Japan leben, waren wir abends in Shibuya im "The Lockup", einem Gefängnis-Event-Restaurant.

Am 25. Juli haben wir Asakusa und Odaiba einen Besuch abgestattet. Abends sind wir mit Miho und unseren zwei Bekannten noch zum Shabu-Shabu-Essen gegangen.

Fuji TV

Der Tokyo-Tower durfte natürlich nicht fehlen. Am nächsten sonnigen, heissen Tag haben wir diesen besichtigt und waren daraufhin im Pokémon-Center in demselben Stadtteil. Nachmittags haben wir mit Bekannten das Ghibli-Museum in Mitaka besucht. Wie immer sehr prächtig. Und voll.

Donnerstags führte uns ein Tagesausflug nach Nikko. Evi war dort noch nie und wir wollten uns die Stadt einmal im Sommer (und ohne Rutschpartie auf der Treppe) ansehen. Auch den Kegon-Wasserfall haben wir besichtigt.
Evi ist abends noch einmal alleine zum Shinjuku-Rathaus gefahren, um noch einige Nachtaufnahmen zu machen, während die Jungs und ich wieder zum Shoppen gegangen sind.

Die drei Affen

In Ikebukuro und Akihabara waren wir am nächsten Tag. Abends haben wir uns wieder mit Miho, ihrem Kumpel Hajime und unseren Bekannten im Izakaya getroffen.

Während Evi und ich danach zum Hotel zurückgefahren sind (um schonmal ein wenig zu packen), sind die anderen noch zum Karaoke gegangen.

Yamanote-Line

Und während Hans und Jan am nächsten Vormittag bis Nachmittag gepackt haben, sind Evi und ich nach Ueno, in den Ueno-Zoo gefahren. Am Nachmittag haben wir uns noch einmal mit Miho und Bekannten zu einem weiteren Hanabi-Event getroffen. Hans, der selbst am Nachmittag noch nicht mit Packen fertig war, ist irgendwann nachgekommen.

Der Rückflug ist ein gänzlich unschönes Thema. Neben happigen Übergepäckskosten bei KLM; am Shinagawa-Bahnhof vergessenen Rucksäcken (mit wichtigen Dingen drin) und der dadurch veronnenen Pufferzeit; Stehplätzen im NEX; getränkeknauserigen Stewards; und überhaupt der Abschied von Japan, gibt es hier kaum etwas, das positive Erinnerungen wecken würde.

Heimflug mit KLM

Doch die Reise hat sich wie immer gelohnt. Jedoch werden wir in unseren nächsten Reiseplanungen nicht mehr die Hauptsaison mitten im heissen Julimonat nehmen. Ich möchte nicht wissen, wieviel Yen für Getränke draufgegangen sind :)

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