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Japanreise 7
Oktober Okinawa Osaka Otaku Tour
vom 18. Oktober bis 3. November 2008

Unsere Japanreise fand vom Samstag, 18. Oktober bis Montag, 3. November statt und hat uns nach Okinawa, Tokyo, Osaka (Tagesausflug) und Nara (Tagesausflug) geführt.

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In Vorbereitung:

Die Reisenden:

Jan, Hans und Sabine.
Miho, unsere japanische Bekannte, hat uns die Zeit auf Okinawa - und an einigen Abenden in Tokyo begleitet.

Fluggesellschaft:

Diesmal haben wir den günstigsten Preis zu der Oktoberzeit mit AirFrance erzielen können.
Den Flug von Tokyo-Haneda nach Okinawa-Naha und zurück haben wir mit JAL getätigt.

Wetter:

Das Wetter auf Okinawa und in Tokyo war sehr gut. Auf Okinawa hatte es einmal kurz geregnet, aber die Nässe war innerhalb weniger Minuten auch wieder durch die Hitze verdunstet.
Jedenfalls war es auf Okinawa und in Tokyo viel wärmer als gleicherzeit in Deutschland.

Samstag, 18. Oktober / Sonntag, 19. Oktober 2008

Ohne große Probleme sind Jan und ich frühmorgens von Bremen nach Paris (Charles de Gaulle) geflogen und haben uns dort mit unserem Kumpel Hans getroffen, der von München angeflogen war.
Mein Koffer war zu der Zeit ca. 13kg schwer, da ich mir am selben Morgen noch schnell weitere T-Shirts und eine kurze Hose mit eingepackt hatte. Denn auf Okinawa sollte es - laut Jan - sehr heiß sein ... trotz der Oktober-Jahreszeit.

Memo für die nächste Japanreise: Nicht mehr so viele T-shirts einpacken, da ich mit hoher Wahrscheinlichkeit in Japan eh welche kaufe!

Flug nach Japan

Der Flug von Paris nach Tokyo-Narita hat ca. 12 Stunden gedauert. In der Flugnacht war es sehr zugig und kalt. Wie schon so oft wurden mitten in der Nacht Cup Nudeln serviert. Der Geruch des Cup Nudel-Gewürzes ist wohl jedem Schlafenden in die Nase gestiegen, denn sobald der erste mit einem Cup Nudel-Becher den Gang lang gegangen war, schien sich eine Horde gieriger, schläfriger Leute gen Flugzeugheck zu begeben ... ich auch XD

Um 8:11 Uhr (japanischer Zeit) sind wir von Tokyo-Narita mit dem NEX nach Shinagawa gefahren und haben dort in unserem Hotel (welches wir für eine Nacht hatten) unser Koffer untergebracht.

Shibuya

Zuerst - bei unserem anfänglichen eintägigen Aufenthalt in Tokyo - sind wir nach Shibuya gefahren, da dort eine Ausstellung war, die Jan gerne besuchen wollte ... von irgendeinem Künstler, der Animefiguren kreiert hat. Der Eintritt hat 300Yen gekostet und die Ausstellung bzw. der Kaufraum war nicht sehr groß. Ich selber bin nicht reingegangen, da mich diese Art von Figuren nicht interessiert hat.

Ausstellung in Shibuya
Hinterher waren wir ca. zwei Stunden in dem Keller-Mandarake in Shibuya und sind daraufhin nach Nakano - zum Nakano-Broadway - zu der Hauptfiliale der Mandarake-Geschäfte gefahren und haben dort weitere drei Stunden verbracht.

Abends - nachdem wir in Shinagawa unseren Kauf ins Hotel gebracht hatten - haben wir in Ikebukuro Okonomiyaki gegessen und waren danach noch kurz in einer Spielhalle bevor wir uns zurück nach Shinagawa begeben haben.

Montag, 20. Oktober 2008 - Auf nach Okinawa!

Nachdem wir im Hotel gefrühstückt hatten, sind wir mit Sack und Pack zum Haneda-Airport gefahren, um uns dort mit unserer japanischen Bekannten, Miho, zu treffen.
Mit JAL sind wir kurze Zeit später nach Okinawa geflogen und haben uns bei einer Autovermietung in der Stadt Naha unseren vorbestellten Leihwagen abgeholt, den Hans die ganze Zeit auf Okinawa gefahren ist. (Die Sache mit dem Erwerb des japanischen Führerschein für Hans war etwas komplizierter, deshalb werde ich das Thema nicht weiter aufgreifen.)

Sonnenuntergang

Ca. zwei Stunden hat die Fahrt von der Stadt Naha bis zu dem kleinen Ort wo unsere Herberge war, gedauert ... ich weiß den Ortsnamen nicht mehr ... ziemlich weit im Nordwesten von Okinawa jedenfalls. Unterwegs haben wir gerastet und schonmal die ersten Blicke auf das Meer und den Sonnenuntergang genossen. (Ich bin irgendwann im Auto eingeschlafen und habe daher von der restlichen Autofahrt nicht viel mitbekommen.)

Es war mittlerweile schon dunkel und mit dem Mietwagen sind wir schürfend und crunshend auf einer scheiß-engen (sorry, aber der Kraftausdruck musste hier sein), gefahren bis wir wenig später unsere Herberge erreicht haben. Dort wurden wir von dem Vermieter - von uns "Wirt" genannt - begrüßt.

Und ich habe auf dem Parkplatz einen Einsiedlerkrebs gefunden, der wohl gerade auf dem Weg zum 30m entfernten Strand war. Ich kam nicht umhin, "Krebsi" mitzunehmen (ich habe ihn später wieder freigelassen ... aber da ich noch nie einen Einsiedlerkrebs in Echt - und dann noch in so groß gesehen habe, war ich sehr fasziniert von ihm und wollte ihn mir näher betrachten).

Krebsi

Die Herberge hat sich als typisch japanisches Haus mit Holzschiebetüren, Tatami-Matten, und jeder Menge Ein- und Ausgängen herausgestellt. Das Häuschen hat mich sofort an "Mein Nachbar Totoro" erinnert. Wie Mei und Satsuki haben wir alle Räume erkundet. Es hätten nur noch die Rußmännchen gefehlt, die aus dem Haus geflüchtet wären.
Es war jedenfalls sehr gemütlich dort.

Japanisches Häuschen
Lästig waren jedoch die Stechmücken und die sonstigen Viecher, die abends durch das Licht angelockt wurden ... und durch die vielen offenen Eingänge auch leicht ins Haus kommen konnten. Wir hatten zwar spiralförmige Räucherstäbchen, aber ich bin der Meinung, dass diese nicht wirklich gegen die Insekten helfen konnten ... anders kann ich mir meine dutzend-und-mehr Mückenstiche nicht erklären ...

ShamisenIm Nachbarhaus hat der Wirt Abendessen - Okinawa-Style - für uns gekocht. Es war gewöhnungsbedürftig. Leider wurde es die nächsten Tage dort nicht besser ^_^°

Nach dem Essen haben wir uns auf die Veranda unseres Hauses zurückgezogen und ein wenig geplaudert. Wie gesagt, es war sehr gemütlich. In unserem Haus gab es zwei Shamisen (japanische Musikinstrumente ... auf Okinawa auch "Sanshin" genannt) auf denen Hans und ich leidenschaftlich herumgezupft haben. Ich habe versucht die "Shima Uta" Musik nachzuspielen ... was mir nur teilweise gelungen ist. Aber da weit und breit nur wir zu sein schienen, brauchten wir uns wegen unserer Lautstärke keine Gedanken machen.

Den restlichen Abend bis spät in die Nacht haben wir alte Geschichten von vergangenen Japanreisen aufgefrischt und uns über alles mögliche unterhalten, bis dann doch jeder von uns allmählich müde wurde.

Ich fande es sehr unbequem auf den Tatami-Matten zu schlafen. Und das mit (hartem) Reis prallgefüllte Kopfkissen ging gar nicht! Den darauffolgenden Morgen hatte ich jedenfalls Rückenschmerzen.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Nach der langen Nacht haben wir ausgeschlafen. Zumindest sogut es ging, denn die Kreaturen Okinawas haben bereits in aller Frühe Krach gemacht.
Es gibt dort eine Vogelart, die ein sehr lautes Organ besitzt ... ich hätte nie gedacht, dass mir Vögel (die keine Papageien sind) einmal so dermaßen auf die Nerven gehen können mit ihrer Lautstärke.

Unser Häuschen

Um ca. 9:30 Uhr haben wir im Haus nebenan gefrühstückt, welches - wie uns Miho mitteilte - auch als allgemeines Restaurant fungierte. D.h. nicht nur die Mieter des Ferienhauses können dort essen, sondern auch jeder andere, der eine Reservierung dort macht.
Nach dem Frühstück (Okinawa-Art) sind wir mit dem Auto zum Okinawa Churaumi Aquarium gefahren, welches keine zehn Minuten Fahrtzeit von unserem Häuschen entfernt war.
In diesem großen Aquarium können - neben vielen anderen Meerestieren - drei große Walhaie in einem riesigen Bassin beobachtet werden. Der Eintritt hat 1800 Yen gekostet. Es waren viele Besucher anwesend, die alle Seesterne streicheln - und den großen Walhai fotografieren wollten. (Ja, auch ich wollte unbedingt mal Seesterne streicheln XD)

Leider sind alle meine hundert Fotos, die ich von dem großen, blauen Bassin gemacht habe, unscharf, verwackelt oder schlecht geworden. Ich dachte zumindest, ich hätte den Walhai von vorne versucht zu fotografieren, aber wie ich beim Durchgucken der Bilder feststellen musste, habe ich wohl wahrlos drauf losfotografiert. Egal ob ein Walhai drauf zu sehen war oder nicht. Baka.

Walhai

Eigentlich wollten wir uns auch die Delphinshow dort ansehen, aber die wurde bereits eine halbe Stunde früher abgehalten (was nicht in unserem Prospekt stand), Als wir an dem Becken außerhalb des Aquariumgebäudes angekommen waren, war dort nichts mehr los. Nichtsdestotrotz hat sich der Besuch dort gelohnt. Das große, blaue Becken mit all den Tieren macht schon einiges her. 60cm dick ist das Glas des Bassins ... und das ist auch gut so, denn ich möchte nicht vor Ort sein, wenn die Scheibe mal brechen sollte.

Nach unserem Aufenthalt im Aquarium überkam uns ein Hungergefühl.
Miho hatte in einem Prospekt ein kleines Restaurant entdeckt, das für uns interessant klang. Es hat jedoch mindestens eine halbe Stunde gedauert, bis wir mit dem Auto das abgelegene Restaurant an einem Straßenrand entdeckt haben. Beim Aussteigen aus dem Auto ist uns wieder einmal aufgefallen, wie krass-laut und nervig diese Zikaden in Japan sein können. Sie klingen fast mechanisch. Eine ist schon schlimm, aber dutzende dieser Zikaden gehen gar nicht! Ich hoffe, dass diese Viecher niemals nach Deutschland importiert werden!
Kurz vor der Heimfahrt zu unserem Häuschen waren wir noch Einkaufen: Bier, Saft, Knabberzeug, etc. für abends.

Der Strand in der Nähe unseres Häuschens

Nachmittags haben wir den Strand in der Nähe unseres Häuschens erkundet. Es war leider kein reiner Sandstrand, sondern eher bestückt mit Kies, versteinerten Korallen, Steinen und Muscheln. Es war sehr schmerzhaft, ohne Latschen dort entlangzugehen. Und der Bereich schien eher eine Seetang-Anbau-Anlage zu sein, die sich glücklicherweise nicht über die gesamte Zone erstreckt hat.
Aber soooo schön fanden wir das Eck unseres Strandes nicht. Es war nicht das blaue Meerwasser. Im Wasser waren dunkle, wurlige, rauhe Pflanzen und noch mehr tote Korallen. Es hat deshalb auch keinen Spaß gemacht, barfuß durch das seichte Meerwasser zu waten.
Im Wasser habe ich noch mehr kleine Einsiedlerkrebse gefunden. Aber Badespaß hatte ich in diesem Strandbereich nicht wirklich. Dementsprechend bin ich auch nicht lange im Wasser geblieben.

Mini-Krebsi

Abends - nach dem Abendessen - sind wir nochmal zum Strand gegangen (noch mehr Einsiedlerkrebse auf ihrer Wanderung zum Meer) und konnten von dort den Sternenhimmel und die vielen Sternschnuppen bewundern. Diese hatten einen ganz langen Schweif und sahen so aus, als würden sie gleich hinter dem Horizont einschlagen.
Ich erinnere mich noch, dass die Sternschnuppen, die man von Deutschland aus sehen konnte, nie so lang am Himmel zu sehen waren, aber ich schaue auch nicht oft zum Nachthimmel, da es eh meist bewölkt ist zu dieser Jahreszeit.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Auch an diesem Tag haben wir ausgeschlafen und um 9:30 Uhr gefrühstückt.
Hinterher wurden Miho und ich von der Frau des Wirts in traditionelle (?) Okinawa-Kimonos eingekleidet und fotografiert.

Miho wollte uns bei einem Schnorchelkurs anmelden. Leider waren alle Kurse belegt. Aber der Schnorchellehrer (aus der Nachbarschaft) war so entgegenkommend, dass er jedem von uns die Schnorchel-Utensilien (Schwimmflossen, Neoprenschuhe, Taucherbrille und Schnorchel) bereitgestellt hat, auf dass wir auf eigene Faust schnorcheln könnten. Das war uns auch recht. Die Ausleihgebühr betrug pro Person ungefähr 1000 Yen. Und die waren es auch wert. Wir konnten die Utensilien bis spät abends behalten.
Auch hatte uns der Lehrer einen schönen, geeigneten Schnorchelplatz (mit lebenden Korallen und allmöglichen Fischen) gezeigt.

Schnorchel-Bucht

Die kleine Bucht war etwa eine Viertelstunde Fußweg von unserem Häuschen entfernt und sah wesentlich prächtiger aus, als unser kleines Strandgebiet vom Vortag. Leider war auch in dieser Bucht der Strand kiesig und sehr scharfkantig an Steinen. Aber wir hatten zum Glück bereits die Neoprenschuhe an, sodass uns der steinige Boden wenig kümmern musste.

Eines vorweg: Wir haben uns frühzeitig mit Sonnenschutzcreme eingecremt. Aber einmal hat offensichtlich nicht gereicht, da wir am Ende trotzdem Sonnenbrand im Gesicht, am Rücken und an Armen und Beinen hatten.

Hans hat mit seinem Zweithandy in einem Plastikbeutelchen versucht, Unterwasserfotos von den Korallen und den Fischen zu machen. Leider ist Salzwasser an den Akku gekommen und die Linse ist irgendwann beschlagen.
Meine Taucherbrille hatte eine undichte Stelle, sodass ich alle 15 Sekunden auftauchen - und das Salzwasser abschütten musste. Sehr lästig. Aber Miho ist früh aus dem Wasser gegangen und hat mir ihre Taucherbrille überlassen, sodass auch ich letztendlich noch mehr Freude am Schnorcheln und der Unterwasserwelt hatte.

Ausschnitt der Schnorchel-Bucht

Angst hat mir die Strömung an einer Stelle der Bucht gemacht, die mich weiter weg vom (sicheren) Strand getrieben hat. Da ich nicht wusste, ob man weiter draußen auch noch im Wasser stehen kann (an der Strömungsstelle konnte man es jedenfalls nicht), habe ich panisch versucht, gegen den Strom in Richtung Strand zurückzuschwimmen. (Das war auch leider noch zu der Zeit, als ich noch die undichte Taucherbrille anhatte die dann mit immer mehr Wasser vollgelaufen ist.)
Es war sehr anstrengend und ich habe zudem gemerkt, dass mein linker Fuß Anstalten gemacht hatte zu verkrampfen. Aber mit Ach und Krach - niemand hatte meine Not mitbekommen - habe ich es wieder an eine Stelle geschafft, an der ich stehen konnte. Ab diesem Zeitpunkt habe ich den Rest des Schnorcheltags diese üble Stromstelle gemieden.
Jan hingegen schien seinen Spaß an der Strömung gehabt zu haben. Er meinte auch, dass man weiter weg vom Strand noch ohne Probleme stehen konnte. Aber sowas weiß man ja vorher nicht.
Jedenfalls ist mein Respekt vor der Kraft des Wassers um einiges gestiegen.

Nach einigen Stunden (14 Uhr) sind Miho und ich zurück zum Häuschen gegangen. Jan und Hans waren noch etwas länger am Schnorchel-Strand und sind hinterher auch nochmal an unserem unspektakulären Häuschen-Strand schnorcheln gegangen.

Glibberschneckenmuschel

Viel ist an dem Tag nicht mehr passiert. Wir sind ein wenig in dem Dörfchen umhergeschlunzt und haben weitere Fotos gemacht bevor wir am Strand entlang zurückgeschlendert sind.

Ach ja, zum Abendessen gab es wieder Glibberschneckenmuschel! Beherzt haben wir unseren Glibberschneckenmuschel-Anteil an unsere Vollblutjapanerin Miho abgegeben, die nicht genug von denen kriegen konnte und überhaupt nicht verstand, warum wir die Dinger nicht essen wollten *würg*. (Ein besseres Glibberschneckenmuschelfoto gibt es bei der Dez./Jan. 2007/2008-Reise zu sehen, bei der wir zum ersten Mal in Kontakt mit diesen ekligen Dingern getreten sind.)

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Nach dem Frühstück haben wir unsere Sachen gepackt, denn unser weiteres Programm sollte uns in die Stadt Naha führen.
Die Zeit in der abgelegenen, ländlichen Gegend an der Küste Okinawas war vorbei. Ich kann sie jedem empfehlen. Vielleicht nicht unbedingt zur Taifun-Zeit oder im Hochsommer, aber der Oktober war schon eine fuchsig ausgewählte Zeit auf Okinawa.

Doch bevor wir über die Küstenautobahn gen Süden gefahren sind, haben wir einen Zwischenstopp im "Tropical Kingdom" gemacht, in dem wir Schmetterlinge sowie exotische Früchte und Vögel bewundern konnten. In dem angegliederten Einkaufs-Komplex haben wir uns diverse Souveniers gekauft bevor wir weiter gen Naha gefahren sind.

Tropical Kingdom

Die Fahrt nach Naha hat ca. drei Stunden gedauert und unsere Herberge in Naha war nicht annähernd so schön wie die, in der wir vorher waren. Aber sie soll angeblich billiger gewesen sein.
Das Dumme war, dass wir zu viert nur ein Badezimmer mit Toilette hatten. Und die Dusche war ebenfalls in dem Badezimmer integriert, was hieß, dass, wenn jemand morgens duschen würde ... der Rest von uns nicht auf's Klo konnte. Glücklicherweise gab es in den wenigen Tagen Aufenthalt nie so einen Zwischenfall.
Doof war aber auch, dass die Dusche in Richtung Toilette zeigte ... und das Klopapier - sofern man es nicht in Sicherheit gebracht hatte - immer nass wurde. Und das japanische Klopapier ist eh schon so dünn und leicht zerfetzbar!
Und die Benutzung der Klimaanlage (für eine Stunde) hätte 100Yen gekostet!
Aber genug gejammert!

Jedenfalls haben wir in unserer neuen Herberge inmitten von Naha unsere Koffer abgestellt und sind zu Fuß zur Shopping-Meile geschlendert.
Dort gab es jede Menge Souvenier-Geschäfte ... in denen wir jede Menge Geld gelassen haben (obgleich wir nicht den 0-8-15 Kitsch gekauft haben).
Auf Okinawa gibt es einen speziellen Schlangen-Sake ("Habu Sake") bei dem Giftschlangen (natürlich tot) in Sake-Flaschen gesteckt werden, nachdem ihnen das Gift extrahiert wurde. (Der Vorgang ist bestimmt viel komplizierter, aber die genaue Machart kenne ich nicht.)

Habu-Sake
In einer überdachten Einkaufspassage habe ich mir dann endlich eine Art Mückenspray kaufen können, das beim erstmaligen Auftragen höllisch gebrannt hat. (Ja, man soll ja auch nicht an Mückenstichen herumkratzen, ich weiß ... aber ich hatte so viele ... und so große ... und so rote ...)

Abends, nachdem wir auch noch in einem Supermarkt eingekauft hatten, haben wir in unseren kleinen Räumlichkeiten in der Herberge die weitere Planung besprochen.

Freitag, 24. Oktober 2008

Nach einem schweigsamen Frühstück in unserer neuen Herberge in der Stadt Naha sind wir mit dem Auto zu einem Monument, dem Himeyuri Peace Museum, gefahren.
An diesem Ort Okinawas haben sich früher viele Schülerinnen/Studentinnen umgebracht, die im zweiten Weltkrieg als Krankenschwestern aushelfen mussten. In Höhlen und Tunneln mussten sie auf engstem Raum - ohne irgendeine Krankenschwesterausbildung oder ähnliches - schwer verletzte und sterbende Soldaten behandeln.

Himeyuri

Nach dieser nachdenklich machenden Gedenkstätte hatten wir einen kurzen Aufenthalt am südlichsten Kap (?) Okinawas. Es schien gerade Ebbe gewesen zu sein, sodass wir ein wenig am steinigen "Strand" entlangkraxeln konnten.

Suedlichste Stelle Okinawas

Hinterher wollten wir in die sogenannte "Pimmel"-Höhle. Schande über mich, aber mir fällt der ordnungsgemäße Name des Ortes nicht mehr ein ... aber ich glaube es war sowas ähnliches wie "Dodonga", "Gangara", "Dangara" oder so, weil das das japanische Geräusch von herunterfallenden Felsen ist.
Unsere japanische Freundin Miho hatte an dem Vortag in einem Okinawa-Sightseeing-Prospekt ein Bild von einem pimmelartigen Stalaktiten gesehen, das unsere Aufmerksamkeit geweckt hatte (zumal wir in unserer Tagesplanung flexibel waren).
Der Eintritt sollte 2000Yen kosten. Hans hatte sich daraufhin gesträubt, soviel Geld für einen Stalaktiten auszugeben.

Deshalb hat er uns zu diesem Ort hingefahren und sich - während Miho, Jan und ich in der "Pimmel"-Höhle gewesen sind, anderweitig beschäftigt und sich in der Gegend herumgetrieben.
Zurück zur "Pimmel"-Höhlen Aktion: Wir hatten eine junge, freundliche japanische Führerin, die uns erst einmal mit Mückenspray, einem mückenabweisenden Armband und kühlem Jasmintee eingedeckt hatte. Normalerweise können Gruppen bis zu zehn Personen in einer Führung eingelassen werden, aber außer uns war zu dem Zeitpunkt niemand dort. Es war also eine nette Viererrunde.
Unsere Führerin konnte leider kein Englisch, aber Miho hat uns freundlicherweise alles übersetzt (auch wenn sie das Übersetzen hasst).

Ausgrabungsstätte

Die "Eingangshalle", die mich an eine Ausgrabungsstätte erinnert hat, war eine große Höhle aus der noch ein Weg in ein Tal weiterführte. Wir sind diesen Weg gemütlich entlanggeschlendert. Ach ja, die Führung hat etwa 1h 40min gedauert.

Stalaktit

Die Zeit und das Geld haben sich gelohnt. Hans hat da was verpasst. Es gab sogar eine "Onna"-Höhle (Frauenhöhle), wo die Stalaktiten im wahrsten Sinne des Wortes wie Titten aussahen. Schon witzig was die Natur da so zaubert. In die Frauenhöhle konnten wir leider nicht gehen, da diese Bergsteigerfähigkeiten erfordert hätte. Wir haben die frauenförmigen Stalaktiten leider nur auf einem Bild betrachten können.

Baumwipfel

Desweiteren haben wir während dieser Tour mehr über die Flora, Fauna und Ureinwohner Okinawas erfahren können, bevor wir uns wieder zum Eingang begeben haben. Während dieser Führung sind unserer Führerin meine großen, roten Mückenstiche am Bein aufgefallen. Als wir wieder zurück in der Eingangshalle waren, hat sie mir das gleiche Mückengel gegeben, das ich mir den Tag vorher gekauft hatte ;) Aber sehr freundlich von ihr.

Schlucht

Wir sind zurück zum Parkplatz gegangen, wo Hans, unser "Pimmel"-Höhlen Muffel, den Mietwagen geparkt hatte. Wenig später waren wir wieder komplett und sind zurück nach Naha gefahren. Nach einem vergnüglichen Shopping- und Restaurant-Abend sind Miho, Hans und Jan noch zum Karaoke ins "Big Echo" gegangen, während ich versucht habe, zu schlafen.

Es war heiß und das Schlafen auf dem Boden ungemütlich (die Benutzung der Klimaanlage hätte jedoch Geld gekostet). Ich bin irgendwann in der abendlichen Hitze eingeschlafen. Doch bin ich wenig später wieder aufgewacht, als meine drei Kameraden guter Laune und lautstark zurückgekommen sind. Aber anstatt auch ins Bett zu gehen, haben sie sich noch wer-weiß-wielange im Nebenzimmer unterhalten und Tische und Stühle quietschend über den Boden geschoben ohne vielleicht mal auf die Idee zu kommen, dass da jemand nebenan schlafen möchte!

Samstag, 25. Oktober 2008

Um 10 Uhr morgends hieß es, dass wir den Parkplatz vor der Herberge räumen müssten. (Parkplätze in Naha sind wertvoll und wir hatten ihn nur bis 10 Uhr gemietet.)
Es wurde 10:15 Uhr, bis wirklich jeder von uns am Auto stand.
Wir sind daraufhin, mit all unserem Gepäck im Kofferraum, zur Shurijo Castle in Naha gefahren. Auf die Idee waren aber scheinbar noch andere gekommen. Es war die Hölle dort einen Parkplatz zu bekommen. Viele Japaner und Ausländer sind zum Schloss gepilgert. Wir haben letztendlich 500Yen bezahlen müssen, um einen ordentlichen Parkplatz in der Nähe des Schlosses zu bekommen.

Naha

An diesem Tag waren wir jedoch träge. Wir sind nämlich nicht ins Schloss gegangen, sondern haben uns nur im Schatten des Innenhofs vor dem Schloss aufgehalten. Ich glaube ein Grund war auch der Eintrittspreis. Oder aber auch der Grund, dass wir bald wieder mit dem Flugzeug in Richtung Tokyo unterwegs sein würden. Es gab noch eine kleine Parade, die gen Schloss marschiert ist. Die haben wir uns noch angesehen und sind dann zurück zum Auto gegangen. Ja, ich weiß, wir hätten die Gelegenheit ausnutzen und uns das Schloss ansehen sollen. Aber wie gesagt: An diesem Tag waren wir träge.

Wir sind gen Flughafen gefahren. Lieber zu früh dort sein, als zu spät. Außerdem mussten wir vorher auch noch unseren Mietwagen zurückbringen. Ich hatte Sorgen, dass es Probleme bei der Abgabe geben würde, weil wir des öfteren mal gaaaaanz knapp an Büschen, Steinen, Ästen entlanggefahren sind. Aber offensichtlich gab es keine Probleme. Um 13 Uhr sind wir mit dem Shuttlebus von der Mietwagen-Stelle gen Flughafen gefahren.

Am Flughafen haben wir ohne Probleme unser Gepäck eingecheckt und uns noch einmal auf die Souvenierläden gestürzt.
Ich habe in einem Restaurant ein "Melon-Ice" getrunken/gegessen. Aber es sah besser aus, als es war. Es ist äußerst unpraktisch, wenn man Melonsoda mit Eiswürfeln hat und zu den Eiswürfeln dann noch Vanille-Eis hinzukommt. Man kann das Eis nämlich gar nicht richtig essen, weil ständig so ein blöder Eiswürfel mit dazwischen ist. Es war lecker ... aber unpraktisch.

Um 16:40 Uhr ging unser Flug nach Tokyo.
Abends sind wir mit der S-Bahn nach Ikebukuro gefahren, haben im Hotel eingecheckt und sind sofort schlafen gegangen.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Wir haben ausgeschlafen und uns erst um kurz vor 10 Uhr in der Lobby getroffen. Nach der Woche des Offline-Seins habe ich erst einmal viele eMails am Rechner der Hotellobby beantwortet.

Unser Weg hat uns daraufhin in den Stadtteil Akihabara geführt. Ich könnte jetzt die prächtigen Sachen auflisten, die ich dort gekauft habe, aber ich denke, das würde nur wenige interessieren ;)

Akihabara bei Nacht

Abends haben wir uns mit Miho im Stadtteil Kichijouji getroffen. Kichijouji ist übrigens eine Station vor der Station Mitaka (dort, wo das Ghibli-Museum ist ... in dem wir leider diesmal nicht waren).
Wir waren dort in einem gemütlichen Restaurant in dem wir Jans Geburtstag u.a. gefeiert haben. Er hat von Miho einen "Totoro"-Kalender 2009 geschenkt bekommen.
Um 23 Uhr mussten wir auch schon wieder zurückfahren, da die S-Bahnen spät abends nicht mehr fahren.

Montag, 27. Oktober 2008 - Harajuku und Pokémon-Center

Um 10 Uhr sind wir in Richtung Hamamatsucho gefahren und haben einen Zwischenstopp in Harajuku gemacht. Dort sind wir durch die bekannte Fußgängerpassage geschlendert und haben im "Kiddy Land" ein bisschen eingekauft.

Harajuku

Dort hat sich Jan auch eine "Lost"-Figur gekauft und hat den dicken Hurley bekommen. Ab diesem Zeitpunkt war meine Sawyer-Figur nicht mehr allein ;)
Ich habe mir im "Kiddy Land" jede Menge Aufkleber für meine Schwester gekauft.

Totoro-Paradies

Danach ging es weiter nach Hamamatsucho zum Pokémon-Center zu dem ich unbedingt hinwollte ;)
Aber es gab wie immer kein vernünftiges Mewtu-Merchandising. Wieder einmal diese niedlichen Quietsch-Pokémon, z.B. Glumanda, Schiggy, Bisasam und diese monströsen Diamant- und Perl-Pokémon Dialga und Palgia oder wie sie heißen.

Pokémon-Center

Ich habe dort ein T-Shirt mit Mewtu gesehen das jedoch 4500Yen gekostet hätte! Selbst für ein qualitativ hochwertiges T-Shirt war der Preis jenseits von Gut und Böse. (Zu dem Zeitpunkt entsprachen 4500Yen etwa 40Euro.)

Naja, und auf der Rückseite des T-Shirts war ein ganz peinlicher "Pokémon"-Schriftzug abgedruckt ... das hätte ich als Erwachsene in Deutschland nicht tragen können XD
Ich habe mich damit begnügt, einige Pokémon-Stempel, Bleistifte, Radiergummis, Schreibblöckchen, Aufkleber und andere kleine Dinge zu kaufen. Hätte es von Mewtu ein Stofftier gegeben, dann hätte ich es mir gekauft. Aber leider ist Mewtu nicht mehr gefragt bei den Japanern, schade.

Mewtu-T-Shirt

Nach unserem Pokémon-Center Besuch sind wir (mal wieder) nach Akihabara gefahren und haben dort die "My Way"s nahe des Bahnhofeingangs unsicher gemacht. Hinterher waren wir auch nochmal in Ikebukuro im Sunshine City. Dort habe ich sage und schreibe 15000Yen für Ghibli-Merchandising ausgegeben. Und nachdem ich das Merchandising abends auf dem Bett ausgebreitet habe, um es zu fotografieren, kam es mir so wenig vor für 15000Yen >_<

Nachdem wir in unserem Lieblings-Okonomiyaki-Restaurant gespeist hatten, sind wir auch zurück zum Hotel gegangen.

Dienstag, 28. Oktober 2008 - Nara

An diesem Tag sind wir nach Nara (nicht zu verwechseln mit Naha) gefahren. Um 6 Uhr sind wir in Richtung Shinagawa und dort mit dem Shinkansen nach Kyoto gefahren. Nach einer kurzen Umsteige-Aktion sind wir auch wenig später in Nara angekommen.

Rehe

Anfangs haben wir uns gewundert, warum so wenig Rehe unterwegs waren, doch je weiter wir gingen, umso mehr Rehe wurden es. Wie immer waren sie gefräßig und sind rücksichtslos auf unsere Füße getreten und haben uns an den Klamotten rumgezuppelt, weil sie was zu fressen haben wollten. Jan hat einen ganzen Batzen sogenannter Rehkekse gekauft. Rehkekse sehen aus wie Esspapier. Die Rehe lieben dieses Zeug, wobei ich wette, dass sie auch alles andere fressen würden, was so aussieht.

Toudai-ji Tempel

Auch waren wir wieder im Toudai-ji Tempel mit seiner riesigen Buddhastatue. Scheinbar hatten wir einen Schulausflug-Tag erwischt, da sich der Innenhof des Tempels mit immer mehr Schulklassen füllte.
Wir sind wenig später weitergeschlendert und haben an jeder Ecke Rehe angetroffen.
Der Weg der 1000 Laternen hat uns schließlich zum Bahnhof zurückgeführt. In Kyoto haben wir zu Abend gegessen und sind hinterher mit dem Shinkansen zurück nach Tokyo gefahren.
Es war noch früh am Abend, sodass wir in Ikebukuro noch eine hiesige Spielhalle besucht haben. Dort stand ein verbuggter "Guitar Hero"-Automat mit dem wir unendlich oft hätten spielen können XD
(Es war kein "Guitar Hero" sondern ein japanisches Gitarrenspiel dessen Name ich jedoch nicht mehr weiß.)

Mittwoch, 29. Oktober 2008

An diesem Tag waren wir in Ueno und der Einkaufspassage "Ameyoko", welche kurz vor Silvester immer bis zum Bersten überfüllt ist. Doch an diesem Tag war die Straße gut begehbar.
Nach der kleinen Tour durch Ameyoko sind wir mit der Metro nach Asakusa weitergefahren, um dort ein wenig in der Fußgängerpassage entlang zu schlendern. Dort hatte ich letztes Jahr ein Stofftier von Lucario gefunden (welches es damals NICHT in dem Pokémon-Center gegeben hatte), daher war ich voller Hoffnung, in demselben Geschäft eventuell weitere rare Pokémon-Stofftiere zu finden. Aber dem war leider nicht so. Dafür habe ich eine weitere Fuchsmaske in einem der Geschäfte gekauft.

Asakusa

Hinterher haben wir in dem Animate und KBooks in Ikebukuro eingekauft und sind abends nach Shinjuku gefahren.
Dort waren wir auf dem Rathaus und haben viele Fotos des nächtlichen Tokyos gemacht. (Meine Fotos sehen alle sch... aus.)

Tokyo bei Nacht

19:39 Uhr haben wir uns in Shinjuku wieder mit Miho getroffen und sind mit ihr in ein Izakaya gegangen ... da sie vergessen hatte, für's Shabu-Shabu zu reservieren ...
Es war dennoch ein vergnüglicher Abend, an dem ich meine alkoholischen Grenzen (Umeshu) getestet habe.

Donnerstag, 30. Oktober 2008 - Osaka

Früh morgens sind wir mit dem Shinkansen nach Osaka gefahren, um unseren Railpass auch wirklich auszunutzen.
Mit der Loop-Line sind wir zu dem Hitachi-Turm gefahren, den wir bei unserer letzten Osaka-Reise (2006) wegen Überfüllung nicht weiter bestiegen hatten. Doch an diesem Tag hatten wir Glück und kamen ohne Wartezeit hinauf auf den Turm.
Das war jedoch unser einziges Sightseeing-Erlebnis in Osaka. Den Rest des Tages haben wir im Stadtteil Nipponbashi verbracht, wo wir die dortigen Läden abgeklappert haben.
In einer Einkaufspassage (in der viele japanische Küchengeräte angeboten wurden) haben wir für unser Okonomiyaki (in Deutschland) große Spachteln gekauft.
Um 18:13 Uhr sind wir zurück nach Tokyo gefahren.

Motten-Dekoration in Osaka

Freitag, 31. Oktober 2008

An diesem Morgen bin ich rücklings vom Hotelbett gestürzt und habe mir bei dieser Aktion übelst meinen linken Ringfinger umgeknickt. Dieser wurde im Laufe des Tages immer schmerzhaft dicker, sodass wir in der nächstbesten Apotheke Kühlspray kaufen mussten. Meine Victory-Zeichen für Fotos, die ich mit der linken Hand machen wollte, sahen die nächsten Tage etwas behindert aus, da ich den Ringfinger nicht anwinkeln konnte ;)
(Anmerkung vom 14. Dezember 2008: Mein Ringfinger tut mir auch heute noch ein wenig weh, aber ansonsten ist alles abgeschwellt und nicht mehr blau.)

Nakano-Broadway

Jedenfalls waren wir an diesem Tag wieder einmal am Nakano-Broadway im Stadtteil Nakano und haben dort unser Geld verprasst. Hinterher ging es nochmal nach Akihabara und danach nach Ikebukuro.
Abends: Okonomiyaki.
Jan wollte jedoch mal in einem anderen Okonomiyaki-Restaurant essen, sodass wir in ein Alternativ-Okonomiyaki-Restaurant (in dem wir letztes Jahr auch schon waren) gegangen sind. Dort gab es jedoch keinen Mais mehr! Skandal!

Samstag, 1. November 2008

Ich weiß, so im Nachhinein bestand unser Wochenplan überwiegend nur aus Akihabara und Ikebukuro.
Denn auch an diesem Tag waren wir in Ikebukuro unterwegs. Jan hatte vor ein paar Tagen in irgendeinem Geschäft eine DVD günstiger gesehen und sich die nicht zu dem Zeitpunkt gekauft. Und jetzt wollte er nach dieser günstigen DVD gucken und wusste nicht mehr genau wo es die gegeben hatte.
Und nachdem wir auch im "Bic Camera" in Ikebukuro waren, sind wir wieder einmal nach Akihabara gefahren. Dort habe ich im Animate jede Menge Copics gekauft, weil diese - trotz des ungünstigen Yen-Wechselkurses - doch noch günstiger als in Deutschland sind.
Danach: Angefangen mit Probepacken im Hotel.
Um 20 Uhr haben wir uns mit Miho zum Shabu-Shabu getroffen und waren hinterher noch etwas trinken in einer kleinen Gasse, die laut Miho von den Leuten "Pinkelgasse" (?) genannt wurde.

Sonntag, 2. November 2008

Morgens haben wir die restlichen Utensilien in unseren Koffern und Rucksäcken untergebracht. Mein Koffer hatte das Gewicht von 21kg und mein Rucksack, den ich als Handgepäck hatte, wog ca. 9kg und fühlte sich wie ein Hinkelstein an meinem Rücken an ;)
An diesem Tag sollte unser Rückflug nach Deutschland um 21:55 Uhr beginnen. Wir hatten also noch Zeit, wollten aber an dem Vor- und Nachmittag keine großen Einkäufe oder ähnliches mehr tätigen.

Meiji-Schrein

Wir haben deshalb morgens im Hotel ausgecheckt und unsere Koffer vorerst dort gelassen. In Harajuku haben wir den Meiji-Schrein besucht und sind danach nochmal nach Akihabara gefahren, weil Jan im Don Quichote noch Okonomiyaki-Soße kaufen wollte, weil sein Koffer theoretisch noch zwei Kilo zu wenig hatte.

Bevor wir mit dem Nex um 17:33 Uhr von Ikebukuro zum Flughafen gefahren sind, haben wir uns bei einem Sushi-Händler noch eine große Box mit köstlichem Sushi gekauft, der - im Vergleich zu Deutschland - weniger gekostet und besser geschmeckt hat.

Sushi

Ärgerlich ist, dass es in Ikebukuro keine Rolltreppen gibt. Zumindest nicht an dem Ein-/Ausgang, den wir immer benutzen mussten.
Ärgerlich war auch, dass die Flughafen-Shops nur bis 20 Uhr aufhatten. Somit war eigentlich tote Hose dort, nachdem wir unser Gepäck eingecheckt hatten. Doch in dem Starbucks-Coffee Store konnten wir uns noch schöne Tassen mit u.a. Okinawa-Aufdruck kaufen.

Gegen 22:20 Uhr ist unser Flugzeug dann endlich gestartet und der Captain hat eine Reisedauer von 14 Stunden kommuniziert.
Die Sitze kamen mir diesmal besonders ungemütlich und eng vor. Und diesmal habe ich offenbar das nächtliche Cup-Nudel-Essen verpasst, weil ich zu der Zeit geschlafen habe.
Alle zwei Stunden bin ich aufgewacht und habe mir gedacht: "Nein, so kannst Du nicht sitzen bleiben ... das ist total unbequem ..." doch irgendwie habe ich es immer wieder geschafft, einzuschlafen und zwei Stunden später wieder aufzuwachen.

Montag, 3. November 2008

Der lange Flug war irgendwann überstanden. In aller Frühe sind wir in Paris gelandet. Dort mussten wir noch einige Stunden auf unseren Weiterflug nach Bremen warten. Hans konnte bereits früher in die Maschine nach München steigen.

Erschöpft, aber doch irgendwie munter sind wir im Laufe des Vormittags zu Hause angekommen. Aber statt zu schlafen, sind wir erstmal einkaufen gefahren, da wir fast keine Lebensmittel mehr im Kühlschrank hatten. Nun ja, der Rest ist auch uninteressant :)

 

Nachwort: Ich könnte mir durchaus vorstellen, wieder einmal nach Okinawa zu reisen! Bis auf die Mückenstiche, den Sonnenbrand und die heißen Temperaturen lief alles sehr angenehm auf Okinawa.
Ich hoffe jedoch, dass der Yen-Wechselkurs sich wieder ein wenig günstiger für uns Ausländer einpendeln wird.

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